Vuelta Playa Blanca 2010


Das erste Rennen der Saison 2010 endete mit einem Doppelerfolg für Das TetraTeam. Herward Müller belegte in der Klasse A2 (H1.2) Rang 1 und Bernd Jost holte den Sieg in der Klasse A1 (H1.1) vor Markus Große-Boes.

Die Vuelta Playa Blanca fand dieses Jahr zum ertsten Mal statt. Dementsprechend klein war daher noch das Teilnehmerfeld der Tetraplegiker. Aber irgendwie muss man ja mal anfangen und genau das geschah dieses Jahr.

Das Rennen wurde zu großen Teilen von Errol Marklein und Stefan Lange auf die Beine gestellt und war ein voller Erfolg. Der sehr anspruchsvolle Kurs war 2,1 Kilometer lang und musste 10 mal umrundet werden. Im Prinzip ging es nur bergauf und bergab. Der Start lag auf einer langen Abfahrt. Hier konnte man locker 45 km/h erreichen. Es war allerdings Vorsicht geboten, denn am Ende der Geraden folgte eine verdammt enge 90 Grad Kurve in der Bernd Jost zum ersten Mal die Erfahrung machte wie es sich anfühlt nur auf 2 Rädern um eine Kurve zu fahren. "Ich bin einfach viel zu schnell in diese Kurve und wenn dann plötzlich eines der Hinterräder abhebt rutscht einem ganz schön das Herz in die Hose. Man reagiert dann nur noch irgendwie und ist froh nicht nähere Bekanntschafft mit dem Asphalt gemacht zu haben."
Grundlos fährt man natürlich nicht so riskannt um Kurven aber es folgte ein knackiger Anstig von ca. 200 Metern der es in sich hatte und man wollte so viel wie möglich Schwung aus der Abfahrt mitnehmen. Es folgte eine Lange Gerade mit 2-3% Steigung und wenn man die absolviert hatte folgte zum Glück wieder die Abfahrt auf der sich der Start und Zielbereich befand.

Bei diesem Profil war klar, das die Tetras gnadenlos von den Paras überrundet werden. Dies ging trotz der Enge der Strecke aber problemlos von statten. Das ganze Rennen lief eh überaus fair und vorbildlich ab. Es ging ja auch darum einen guten Eindruck in der Stadt zu hinterlassen und durch einen spannenden sportlichen Wettkampf in Erinnerung zu bleiben und nicht durch Massenunfälle oder wilde Schreierein.

Tage vor dem Rennen wurde schon überall in der Stadt Werbung gemacht und die Teilnehmer rührten auch fleißig die Werbetrommel in den Hotels wo sie untergebracht waren. Dementsprechend viele Zuschauer waren dann auch an der Strecke. Diese sorgten dann auch mächtig für Stimmung und feuerten die Fahrer aus ihren Hotels natürlich besonders an.

Die anschließende Siegerehrung war auch ein echtes Erlebnis. Das spanische Fernsehen war vor Ort und die örtliche Presse war im Großeinsatz. Für die Sieger gab es leider kein Haus auf Lanzarote aber eine wunderschöne Medallie und ein aus Lavastein gemeiselten Pokal.

Also alles in allem ein perfekt organisiertes Rennen und man darf hoffen, das es Einzug in den Rennkalender findet. Bilder zum Rennen findet ihr hier

(BJ)