Das Training zahlte sich aus!
EBM-PAPST-Mararthon / Niedernhall
Am 12.09.2010 führte mich mein Rennkalender in das ca. 150km entfernte Niedernhall an der Kocher. Dort fand der EBM-PAPST-Marathon statt. Wie meistens fuhr ich auf gut Glück in die Veranstaltungsstadt, ohne zu wissen wo der Start, Parkplatz oder die Startunterlagenausgabe ist. Bei diesem Marathon war das aber überhaupt kein Problem, da sich der Ordner, den ich nach dem Weg fragte super auskannte. So fand ich relativ schnell einen passenden Parkplatz, auch wenn es nicht der offizielle Rolli-Parkplatz war. Kaum auf dem Parklatz gewesen und ausgestiegen, machte ich mich nun mit dem Rolli auf zur Startnummernausgabe. Da ich ja nicht wusste wo die ist, ging es wieder zu dem Ordner. Der begrüßte mich schon mit einem lächeln und erklärte mir wo ich hin muss. Als ich wieder zurück rollte musste der Ordner wieder herhalten. Diesmal erklärte er mir, wie ich naher mit dem Handbike zum Start kam. Als ich nach langen Gesprächen dann wieder am Auto war, saß ich gleich ins Handbike um, da die Zeit wie im Fluge verging. Als ich fest im Sattel saß, rollte ich diesmal mit dem Handbike am Ordner vorbei in Richtung Start.
Um 12Uhr war dann der Startschuss und wir rollten los. Mein Motto bei diesem Rennen war, von Anfang an Vollgas geben und bis zum Ziel mit Zug an der Kurbel zu bleiben, denn ich dachte mir, nur so könnte ich eine Chance gegen Andreas Kiemes (stärkster Fahrer meiner Klasse) haben. Tatsächlich gleich nach dem Start kam ein längerer Anstieg und Kiemes konnte nicht mitgehen. Jetzt hieß es aber, bloß nicht langsamer zu werden. Das gelang mir auch recht gut. Besonders stark war ich an den längeren Anstiegen, die immer wieder auftauchten. (Ich war an den Bergen recht stark, weil ich die letzten Wochen im Training richtig gas gegeben habe. Ich beschwerte mein Handbike mit ca. 3kg und fuhr ständig nur bergige strecken. Das Training war hart, aber es brachte was). Nach ca.12km kam eine 180Grad Kurve, bei der ich sehr viel Zeit verlor, da ich mir sehr schwer bei engen Kurven tue. Als ich dann den Rundkurs wieder zurück fuhr, sah ich wie groß mein Vorsprung zu Kiemes war. Er war geringer als erhofft und deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als weiterhin am Limit zu fahren. Als ich den Wendepunkt zum zweiten mal passierte, bemerkte ich, dass der Abstand zu Kiemes größer wurde. Ab da war mir klar, dass ich Ihn zum ersten mal schlagen werde. Nach 1Std. 47Min. war ich dann im Ziel und hatte es tatsächlich geschafft. Ich habe in meiner Klasse gewonnen. Völlig verausgabt rollte ich mit dem Handbike dann zurück zum Auto, natürlich wieder bei meinem neuen Freund dem Ordner vorbei, der mir diesmal beim Bordstein überqueren helfen hat müssen. Beim umsetzen in den Rolli musste ich dann etwas langsamer machen, weil durch die ständige Belastung und den Positionswechsel mein Kreislauf ganz schön nach unten fiel. Als ich wieder fit war, rollte ich in Richtung Siegerehrung. Dabei traf ich wieder den Ordner, der mir schon vor und nach dem Rennen viel geholfen hat. Dieses mal hatte ich aber mehr Zeit bei Ihm und wir unterhielten uns eine ganze weile, bis ich dann endgültig zur Siegerehrung fuhr. Dort wurde dann nicht nur der Sieger dieses Rennens geehrt, sonder es wurden auch die Preise der NHC Wertung verteilt, da dieses das letzte Rennen der NHC Serie 2010 war. Den ersten Platz in der NHC Serie in der Klasse A holte sich mein TetraTeam Kollege Peter Fischer. Dafür meinen Glückwunsch. Kurz vor dem Heimweg traf ich im Festzelt noch Karl Sendlinger, der für den TSV bei dem Inliner-Lauf gestartet ist. Dort erzielte er einen respektablen 54.Platz.
Fazit: Ein sehr gelungener Marathon. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert, die Ordner waren ebenfalls sehr gut und die Landschaft ist auch herrlich. Das einzige was die Veranstalter etwas besser organisieren könnten wäre der Start-/Zielbereich. Denn dort war es oft etwas unübersichtlich durch die vielen verschiedenen Laufveranstaltungen.