Bericht / Statements vom Heidelberg-Marathon 2011
Datum: 09.10.2011
Strecke: 44km (2Runden am Neckar zwischen Heidelberg und Neckargemünd)
Startzeit: 11.35 Uhr
Wetter: Sonnig, trocken, aber kühl (ca. 12-14 Grad)
Teilnehmer: ca. 140 Rennbiker/innen
Kurze Statements der Tetrateam-Starter
Christian:
Zunächst großen Dank an Herward mit dem ich das Rennen fahren konnte, so dass dadurch auch noch eine persönliche Bestzeit zu Stande gekommen ist. Doch von Anfang an.
Früh am Morgens Rechtzeitung von Gunzenhausen nach Heidelberg losgefahren und dort auch ohne Probleme angekommen. Doch wieder mal sollte sich zeigen, dass man nicht alles Planen kann.
Nach vielem hin und her und somit Verlust von ca. 1 Stunde dann auch endlich Herward und den Parkplatz gefunden.v Nach kurzem Hallo das Bike aus dem Auto und zusammenbauen. Schnell rein und noch Hände verpflastern und los. Herward war zwischenzeitlich schon losgefahren Richtung Start.
Ich war mir diesen Dingen noch nie so schnell fertig wie an diesem Morgen. Dies hatte allerdings zu Folge, dass ich mich überhaupt nicht auf das Rennen einstellen konnte.
Schon auf dem Weg zum Start sah ich keinerlei Biker. So war ich der letzte der am Start eintrudelte.
Also an allen vorbei und hinten anstellen. Glücklicherweise fand ich Herward und Jürgen, denn wir wollten ja gemeinsam fahren.
Ja nun standen wir da und warteten auf den Start und ich hatte keinerlei Einstellung zum Rennen. Meine Muskulatur war kalt, hart und brannte saumäßig.
Alles innerliche Jammern nütze nichts als der Startschuss ertönte - also dann mal los.
Die ersten Meter musste ich auch gleich versuchen an Jürgen und Herward dran zu bleiben trotz der Schmerzen in den Armen.
Jürgen hatte so ein Tempo drauf, dass ich nicht in der Lage war zu folgen. So schaltete auch Herward einen Gang runter und schleppte mich viele Km mit. Was mir besonders auffiel war, dass ich immer wie blöd kurbelte und Herward so sah es zumindest aus, immer ganz locker vor mir herfuhr.
Er hörte sogar des Öfteren das Kurbeln auf um langsamer zu werden, dass ich ihm im Windschatten folgen konnte.
So fuhren wir Km um Km und so 10 Km vor Ende des Rennens war dann auch Herward so ziemlich am Ende seiner Kraft und ich versuchte ihn dann Windschatten zu geben.
Abwechselnd in der Führungsarbeit und zum Teil dann auch sehr schnell fuhren wir das Rennen zu Ende.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt im Rennen lockere Muskulatur. Mein Trizeps war gefühlsmäßig der von Arnold Schwarzenegger allerdings pelzig und ohne Kraft. Richtig kraftvolles Drücken der Kurbel war ich nicht in der Lage.
Bei mir ist es so ein Phänomen, wenn mir irgend etwas weh tut, dann bin ich auch im Kopf nicht frei und dann ist es um so schwerer Leistung zu bringen. Lag es am doch kühlen Wetter oder an der fehlenden inneren Einstellung - Ich weiß es nicht.
Was mir Gedanken macht ist, ob ich nicht viel zu viel in der Vorbereitung gemacht habe und dadurch meinem Körper die nötigen Ruhepausen nicht gab.
So werde ich jetzt erst mal Pause machen und über die nächsten Schritte nachdenken.
Ich werde versuchen mein Training umzustellen bzw. effizienter zu Trainieren. Wenn ihr dazu Vorschläge habt, wäre ich um jeden Rat, Info usw. dankbar.
Jürgen:
Um 6 Uhr klingelte der Wecker und dann ging es los. Anziehen, ins Auto sitzen, nach Heidelberg fahren, Parkplatz suchen, ins Handbike sitzen, mit dem Handbike an den Start fahren, sehr nervös werden, Startschuss fällt, Vollgas gegeben, Gruppe anvisiert, an Gruppe herangekämpft, in Gruppe gefahren mit Marc u. Ulf, nach der ersten Runde Gruppenpartner nicht halten können, 10km allein im Wind gefahren, nochmals alle Reserven herausgeholt, Marc wieder eingeholt, Marc stehen gelassen, Ulf eingeholt, mit Ulf perfektes Windschattenfahren gemacht, immer schön die Führung gewechselt, 1km vor dem Ziel Sprint angezogen, Ulf stehen gelassen, Zieldurchfahrt
Fazit: perfekte Witterungsbedingungen, perfekte Begleiter (herzlichen DANK an Ulf und Marc), perfektes Material (riesen DANK an Markus Rieger) Resultat: neue Weltbestzeit in der Division H1.1 – 1h 39min 21sec.
Peter:
Eigentlich sollte dieses Rennen eine neue persönliche Bestzeit für mich bringen, doch alle Absprachen waren bereits vor dem Start zunichte, Robin und ein anderer Fahrer mit dem ich mich noch ein paar Tage zuvor getroffen hatte waren krank.
So war dies wieder ein Einzelzeitfahren, bei dem ich bereits die ersten km bemerkte, dass die Zeit bei der Kälte nicht zu schaffen war.
Mein Puls kam einfach nicht in Schwung, meine Muskeln eiskalt und dann noch einen steifen Hals ich hatte das Gefühl, die Bremse ist nicht offen. Nach ca. 12km lief es dann so langsam besser aber die Zeit war dahin und so fuhr ich einfach nur noch damit ich meine Punkte in der Gesamtwertung holte bis zum Ziel.
Stefan:
„Bei mir war beim Saisonfinale nicht mehr viel los. Ich bin vom Start weg total fest in den Armen gewesen. Es war ja schon etwas kühl… Ich hab fleißig gekurbelt, musste jedoch bei der kleinsten Bodenwelle runterschalten. Dachte schon daran, nach 1Runde einfach raus zu fahren, als der Großteil des Feldes mich bereits überrundet hatte. Aber dann hab ich mich noch durchgebissen. 22km Kampf mit dem Besenwagen und am Ende einfach nur geschafft! Die 2. Saisonhälfte verlief nicht wie von mir erwartet. Das war vielleicht auch etwas zu viel in meinem ersten Rennbike-Jahr. In den beiden letzten Marathons kam ich nur noch saft- und kraftlos voran.
Jetzt brauch ich erstmal ne Pause. Aber 2012 bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei. “