31. Berliner Halbmarathon 2011
So, Mädels und Jungs dann mal wieder was zu lesen – diesmal vom 31. Berliner Halbmarathon, zu dem vom Team Herward Müller und ich gemeldet waren. Ein traumhafter Frühlingstag bei ca. 20 °C erwartete uns und zwölf weitere Handbiker zum Start für die 21 km Strecke. Ich muss gestehen, dass ich in der Vorbereitung etwas oberflächlich war, den ich ging davon aus, dass der Start wie jedes Jahr am Schlossplatz – der Platz am Eingang der Straße: „Unter den Linden“ – stattfinden würde, doch das hatte sich dieses Jahr geändert. Erst am Samstagabend schaute ich nochmal auf die Homepage des Berliner Läufervereins SCC Runnings und stellte fest, dass der Start in die „Karl-Marx-Allee“ verlegt wurde. Auch die Streckenführung änderte sich geringfügig. Der kurze Anstieg am Kaiserdamm fiel weg, und die Strecke verlief im wesentlichen durchgehend flach, wenn man von den Brücken einmal absieht. So gesehen war also das Rezept für gute und bessere Zeiten bereitet.
Herward und ich fanden uns kurz vor Start, und hatten leider nur Zeit für ein paar Sätze, die die Vorbereitung und die Technik am Bike betraf, denn ich hatte mich mit meinem neuen Bike, zu dem mir Herward sehr bei der Umgestaltung mit vielen Tipps und Hinweisen geholfen hatte, etwas verfizt und fand nicht gleich die richtigen Gänge, die man am Start auflegen sollte. Vielen Dank dafür nochmal an Herward. Er im kurzen Dress mahnte mich auch über meine langärmlige Bekleidung bei der Wärme, und in der Tat sollte sich dann auf der Fahrt herausstellen, dass es ganz schön mollig wurde. Es waren zwar nicht sehr viele Handbiker zum Start gemeldet, herauszuheben war aber die Tatsache, dass ein Sportfreund im Alter von 80 Jahren an den Start ging. Zu meiner Schande habe ich mir den Namen nicht mehr gemerkt. Herward meinte nur:" ich möchte mit 50 mal so aussehen wie der mit 80". Also Jungs, dass ist Ziel und der Maßstab – oder?
Und vom Rennverlauf über die, wie ich schon bemerkte, relativ flacher Strecke, ist nicht viel zu berichten, denn es ging wirklich sehr gut und zügig von der Hand. Die Stimmung am Straßenrand war wieder gewohnt spitzenmäßig und es gelang mir zum ersten Mal bis zum Kilometer 10 mit einer Durchgangszeit von 30 min und 49 s vor den Spitzenläufern zu bleiben. Der erste Teil der Strecke mit Rückenwind ließ mich nicht schlecht staunen, was für eine Zeit diesmal möglich sein würde, doch der zweite Teil der Strecke und der einsetzende Kraftverlust, ließen dann doch die Sensation für mich nicht zu, und ich verfehlte das Ziel von 1 h um 10:25 min. Doch darüber bin ich trotzdem sehr, sehr froh, und ich habe somit ein neues Ziel vor den Augen. Auch Herward – so denke ich – wird mit seiner Zeit von 48:49 min zufrieden sein. Im Ziel fanden wir uns dann beide wieder zusammen und machten Pressetermin. Wie ihr ja vielleicht wisst, habe ich schon ein kleines Team um mich herumgeschaart, das mir beim raus und rein ins Bike und überhaupt sehr viel hilft, damit ich überhaupt starten kann. Als kleines Dankeschön für die Helfer hatte ich für jeden einheitliche Trikots, Mützen und Windjacken bereit, und so traten wir dann am Ende wie die Profis auf und machten durch meinen Starfotografen noch ein paar Bilder, die ihr euch ja dann alle angucken könnt.
Viele Grüße. Euer Hajo