IDM Berlin 2011
Der erste Wettkampf
Der erste Wettkampf in der Sparte Schwimmen war für mich die Internationale Deutsche Meisterschaft im Schwimmen der Behinderten 2011 in Berlin.
Einige Tage vor der Abreise nach Berlin platzte ich schon fast vor Aufregung, denn ich hatte im Training zuletzt eine für mich sehr gute Zeit von 1:02:03 geschwommen. Aber pünktlich zur Abreise meldete sich mein Schleimbeutel in der Schulter mit einer Entzündung daher machte ich eine Trainingspause und schwamm in Berlin zum Training nur 500 m. In der Hoffnung, dass sich die Entzündung bis zum Wettkampf etwas besserte. Aber bereits bei der Klassifizierung, wo ich unter anderem auch Delphin schwimmen musste, verschwand die letzte Hoffnung auf einen schmerzfreien Wettkampf.
Also hoffte ich auf einen hohen Adrenalinspiegel, welcher auch hoch schnellte als ich in den Wettkampfbereich fuhr. Dort war ein einziges "Gewusel" von zahlreichen Schwimmerinnen und Schwimmern und mindestens genau so vielen Helfern und Kampfrichtern etc. Ich reihte mich hinter der Tafel mit meinem Lauf ein und fuhr nach Aufforderung zur Bahn 5, sagte der Kampfrichterin, dass ich im Wasser starte und fuhr an den Rand um mit einem "Platsch" im Wasser zu landen.
Dann schwamm ich auf meine Bahn und merkte zum ersten Mal wie groß die Schwimmhalle eigentlich ist.
Nach "Auf die Plätze" hielt ich die Luft an, um mich nicht zu bewegen, da eine Bewegung zur Disqualifizierung führt. Damit verbunden musste ich nach dem Startsignal erst mal Luft holen, um los zu schwimmen. Ich war so aufgeregt, dass ich mich nach ca. 30 m verschluckte und hustend weiter schwamm, was mich natürlich aus dem Rhythmus brachte.
Trotzdem schlug ich als zweite in meinem Lauf nach 01:17:35 an. Nach Punkten (Umrechnung der Zeit nach Startklasse, die abgestimmt ist auf die Behinderung) wurde ich in diesem Lauf sogar erste. Nach Punkten erreichte ich in meiner Startklasse und in meiner Altersklasse (Senioren I) jeweils den 2. Platz. Das war doch was, der erste Wettkampf mit zwei Vize-Meister Titeln, obwohl ich wegen meiner Schulterschmerzen 15 Sekunden langsamer als im Training war.
Glücklich nahm ich die Urkunden und die beiden Silbermedaillen in Empfang.
Imke Paust